MOOCs, der Hype beginnt in Deutschland. In den USA sind MOOCs schon länger in aller Munde, jedoch auch starker Kritik unterworfen (im Kontrast zu den teuren Studiengängen an Elitehochschulen stehen die kostenlosen, über das Internet verfügbaren MOOCs… ).

MOOC/ Massive Open Online Course ist zunächst einmal eine online stattfindende (Lehr-)Veranstaltung, die Didaktik ist da (mehr oder weniger). Anbieter gibt es einige (selbst genutzt habe ich bisher Coursera. Coursera wurde von der Stanford University mit einigen anderen Universitäten initiiert. Angeboten werden offene Online-Kurse in verschiedenen Fächern). Amerikanische Unis sind hier stark vertreten, die Universität München LMU bietet ab Sommer 2013 offene Onlinekurse an. Dazu hier ein Blogeintrag von Joachim Wedekind.

Gute weiterführende und praktische Links finden sich beim Bildungsserver. Die Universität Edinburgh hat einen Erfahrungsbericht ihrer Kurse herausgebracht, deren didaktisches Design sich stark unterscheidet (z.B. Umfang der Videoaufzeichnungen).

Nun scheinen die Erwartungen weit auseinander zu gehen und die Kritik ist entweder da oder nicht (eine sehr schwarz- weiße Diskussion zeichnet sich bisher ab). MOOCs scheinen zu polarisieren, sind sie denn nun gut oder böse (sh. auch fragwürdigen Artikel der Zeit)? Durchweg faszinieren zunächst die grossen Zahlen, bei weit mehr als 100’000 Teilnehmer in einer einzigen Lehrveranstaltung! Derweil herrscht sehr großer Drop out… also doch nicht die weitreichende Erwartung erreicht?

Egal, wie man es nun sehen mag: Alleine für diejenigen, die die Motivation haben und bis zum Ende (einen guten!) MOOC durchhalten- für die ist es bereits lohnend.

 

Anmerkung: Aktuell ist ein Wettbewerb um Fördermittel für das Erstellen von MOOCs (“MOOC Production Fellowship“), getragen von iversity und dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft… die Kriterien sind mir weitehrin unklar…